Ein Carverbot ist realistisch»


Tourismusexperte Widar von Arx hält das Metro-Projekt für eine Chance, das Carproblem zu lösen. Allerdings bezweifelt er, dass die Politik den Willen dazu aufbringt.  Quelle

Um das Metro-Projekt – eine U-Bahn vom Schwanenplatz bis zum Metro-Parkhaus Reussegg – umzusetzen, braucht es laut den privaten Initianten als flankierende Massnahme für den Carverkehr ein Reisebusreglement. Das Reglement soll von der Stadt erlassen werden und die Zufahrten der Reisecars ins Zentrum regeln. Nur noch Cars zu Hotels dürften demnach in die Stadt fahren. Alle anderen (gemäss groben Schätzungen etwa 56’000 pro Jahr) müssten im Parkhaus Ibach parkieren, und die Touristen müssten von dort via Metro in die Stadt fahren. Dafür könnten sämtliche Carparkplätze aufgehoben und anders genutzt werden.on Arx, Leiter Competence Center Mobilität am Institut für Tourismuswirtschaft an der Hochschule Luzern, hält ein solches Reisebusreglement in der Stadt Luzern für realistisch. «In Amsterdam oder in engen italienischen Städten ist das auch streng umgesetzt», sagt er im Interview mit unserer Zeitung. «Die Schweizer Städte behandeln den Reisecar bisher als Stiefkind.»Obwohl von Arx Vorteile in einer Metro sieht, gibt er dem Projekt Parkhaus Musegg die besseren Chancen, realisiert zu werden. «Mir scheint dieses Projekt sowohl baulich als auch betrieblich deutlich besser.»

 

Raubüberfall: Fünf Täter festgenommen


Drei Männer haben am Montagmorgen ein Uhrengeschäft am Löwenplatz in der Stadt Luzern überfallen. Noch am selben Tag hat die Kantonspolizei Zürich fünf mutmassliche Täter in Dietikon festgenommen.Quelle


Der Raubüberfall ereignete sich am Montag, kurz nach 9.10 Uhr, am Löwenplatz in der Stadt Luzern. Die drei Täter haben die Mitarbeiter mit einer Waffe bedroht und Uhren erbeutet. Dank umfassenden Fahndungsmassnahmen der Polizei, konnte die Luzerner Polizei die Fluchtrichtung der Täter eruieren. Dabei wurde eng mit den Polizeikorps aus den Kantonen Aargau und Zürich zusammengearbeitet, wie die Staatsanwaltschaft Luzern am Dienstag mitteilte. Die Kantonspolizei Zürich hat am Montagnachmittag fünf mutmassliche Täter in Dietikon festgenommen. Die Männer sind zwischen 37 und 62 Jahren alt und stammen aus Serbien, Montenegro (3) und der Schweiz. Vor Ort konnte die Polizei Deliktsgut und eine Waffe sicherstellen.

Bundesgericht stützt Marktordnung der Stadt Luzern


Das Bundesgericht hat eine Beschwerde gegen die Praxis der Stadt Luzern bei der Vergabe von Standplätzen für den Wochenmarkt abgewiesen. Die Ablehnung des Gesuches der Beschwerdeführerin war laut Urteil des Bundesgerichtes nicht willkürlich.Quelle


Die Beschwerdeführerin hatte im Dezember 2010 um eine Bewilligung für die Teilnahme am Luzerner Wochenmarkt ersucht. Weil schon alle Jahresplätze belegt waren, lehnte die zuständige Dienstabteilung das Gesuch ab. Eine Baustelle auf dem Marktareal hatte den vorhandenen Platz zusätzlich eingeschränkt. Laut Communiqué der Stadt Luzern vom Mittwoch hat das Bundesgericht diesen Entscheid gestützt. Es attestiert der Stadt, sie habe die konkrete Situation vor Ort berücksichtigt. Weil die Nachfrage nach Standplätzen beim Wochenmarkt grösser war als das Angebot, habe die Behörde eine Auswahl unter den Interessenten treffen dürfen. Bei der Auswahl stützte sich die Stadt auf Kriterien, die die Qualität und die Attraktivität des Marktes gewährleisten sollen. Das Bundesgericht beurteilt diese Kriterien laut Communiqué der Stadt als praktikabel. Die Beschwerdeführerin forderte dagegen, dass der Markt ausgeweitet werden müsste, um die Nachfrage besser befriedigen zu können. Nach Auffassung des Bundesgerichtes ist eine Ausweitung jedoch nicht gerechtfertigt. Es stützt die Kompetenz der zuständigen Behörden bei der Festlegung des Marktperimeters. Allerdings muss für Jahresbewilligungen künftig jährlich von allen Interessenten ein neues Gesuch eingereicht werden. Das Luzerner Verwaltungsgericht hatte das in seinem Urteil vom August 2011 festgehalten. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Interessenten in einem offenen Verfahren die gleichen Chancen auf einen Jahresplatz haben. Dieser Entscheid wird vom Bundesgericht gestützt

Roma-Asyltourismus ohne Chance


Gegen Ende 2011 hatte die Anzahl Roma aus Serbien, die in der Schweiz um Asyl nachsuchen, einen neuen Höchststand erreicht. Dieser “Wintertourismus” spiegelt die verschlechterten Lebensbedingungen der Minderheit in Serbien, aber auch in Kosovo.Quelle

Bereits im Jahr 2009 hatten die Schweizer Behörden eine starke Zunahme der Asylgesuche von serbisch-stämmigen Roma registriert.  
Damals war die Visa-Pflicht für Bewohner Mazedoniens, Montenegros und Serbiens für die Einreise ins Schengen-Gebiet aufgehoben worden.  
Weil sie in der Heimat ausgegrenzt waren, wollten die Menschen ihr Glück in der Schweiz versuchen. Im Wissen, dass sie keine Aussicht auf politisches Asyl hatten, waren sie vor allem an einer Beschäftigung interessiert.  
“Reiseagenturen boten gar Direktreisen an”, sagt Michael Glauser, Sprecher beim Bundesamt für Migration (BFM).  
“Die Menschen wussten, dass ihnen die Schweiz eine Rückkehrhilfe von 600 Franken bezahlt. Diese wurde dann auf 100 Franken reduziert, wovon die Menschen noch die Kosten für die Rückreise bestreiten mussten.” Dies habe einen Rückgang der Asylgesuche bewirkt, so Glauser.  
2011 brachte nun wieder die Trendwende: Von den 22’551 eingereichten Asylgesuchen stammten 1217 von Serben, die meisten von ihnen Roma. Die Hälfte der Gesuche gingen allein im November und Dezember ein. Im BFM geht man davon aus, dass die Menschen, die oft in prekären Siedlungen leben, den Winter in der Schweiz verbringen wollten, weil sie wüssten, dass sie hier ein Dach über dem Kopf und Essen erhielten. Dies zumindest so lange, wie die Prüfung ihres Gesuchs dauert.  ”Man kann diese Hypothese nicht ausschliessen”, sagt Glauser. Es ist bekannt, dass die Roma über die Asylgesetzgebungen in den verschiedenen europäischen Ländern gut informiert sind. Deshalb wissen sie auch, dass das Prüfungsverfahren in der Schweiz mit zwei bis drei Monaten länger dauert als etwa in Norwegen oder Holland.   Auch die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) weist den Begriff des “Wintertourismus” nicht zurück. Seit 1999 würden viele Roma in Serbien und in Kosovo in grosser Armut leben. “Sie wissen, dass sie keine Chancen haben, aber sie kennen die Schwächen des Systems“, sagt SFH-Generalsekretär Beat Meiner. Werden diese Menschen nach Abschluss des Prüfungsverfahrens die Schweiz verlassen? “Ich weiss nicht, was im Frühling geschehen wird”, sagt Michael Glauser von der Bundesbehörde. Bei Amnesty International (AI) ist man skeptisch gegenüber der “Wintertourismus”-Theorie: “Vielleicht verlassen die Roma in der kalten Jahreszeit eher ihre Heimat. Aber ich gehe nicht davon aus, dass sie dies mit der Absicht tun, den Winter anderswo zu verbringen”, sagt AI-Sprecherin Denise Graf. Denn die Roma könnten genauso gut nach Deutschland oder in andere Länder reisen. “Dort sind die Rückführungen im Winter suspendiert, was in der Schweiz nicht der Fall ist.”  
Die Menschenrechts-Organisation ist besonders darüber besorgt, dass sich die Lebensbedingungen für die Roma-Flüchtlinge in Serbien verschlechtert hätten. “Es ist ein wirtschaftliches Problem, verquickt mit der ethnischen Frage, denn 97% der Roma sind ohne Arbeit”, illustriert Graf.  
Ein neues Problem erwächst aus der Immobilien-Spekulation. “Die Roma werden zunehmend aus ihren Häusern vertrieben. In Belgrad werden ihre Häuser niedergerissen, um einem Immobilienprojekt des serbischen Staates Platz zu machen”, so Graf weiter. Dabei würde den Vertriebenen weder eine Ersatzunterkunft noch Sozialhilfe gewährt. Dazu kommen die zunehmenden Spannungen in Mitrovica. In der kosovarischen Stadt hat die serbische Minderheit bis heute die Unabhängigkeitserklärung der albanischen Mehrheit von 2008 nicht anerkannt. ”Die Gewalt-Eskalation im letzten Sommer hatte einen direkten Einfluss auf die Lage der zahlreichen Roma in Mitrovica”, sagt Denise Graf. Sie fürchtet aber zunehmend auch um die Lage der Roma in anderen Teilen des Kosovo, denn sie würden oft beschuldigt, während des Krieges mit den Serben kollaboriert zu haben. Druck auf Serbien erzeugen
Auch in der Schweizer Bevölkerung geniessen die Roma keinen so guten Ruf. “Sie gelten wie überall als Rumtreiber und Diebe. Integrierte Roma ziehen es vor, nicht über ihre Herkunft zu sprechen”, sagt Cristina Kruck, Gründerin der   In Lausanne und Genf löst die Polizei regelmässig illegale Lager unter Brücken oder in Parks auf. Bettelei und Prostitution haben zugenommen, so dass die Behörden vermehrt zum Eingreifen gezwungen sind, allerdings mit wechselndem Erfolg. Denise Graf von Amnesty International fordert die Schweizer Behörden auf, “Druck auf Serbien und Kosovo zu machen, damit die Hilfsgelder der EU für die Integration tatsächlich die Roma erreichen”.  
Bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) ist man sich “einer latenten Gefahr der Zweckentfremdung” solcher Gelder bewusst. “Es gibt aber Instrumente, um dieses Risiko zu mindern, wie etwa unabhängige Anhörungen oder die Evaluation der Fortschritte eines Programms, an welche die Zahlungen gebunden sind”, schreibt die Deza in einer Stellungnahme.

Für einen Unbekannten Leser, ist das Rassismus? Jedenfalls ein guter Entscheid.   

Schweizer entwickeln Detektor für Kokain


Die ETH Zürich verfeinert gegenwärtig eine neue Technologie für einen Kokain-Detektor. Mit einem Speicheltest soll die Konzentration im Körper nachgewiesen werden können. Das Projekt soll die Schweiz an die Spitze einer technologischen Revolution bringen.Quelle

Das Projekt in Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Innovationszentren ist Teil der gesamtschweizerischen Forschungsinitiative Nano-Tera. Eine der Anwendungsmöglichkeiten des neuen Geräts besteht im Nachweis von Psychopharmaka am Steuer. Heute kann man sich die Szene nur in einem futuristischen Film vorstellen: Ein Polizist kontrolliert einen Autofahrer. Wegen des Verdachts von Drogenkonsum macht er bei ihm mit einem nur handgrossen Gerät einen Speicheltest.  
In wenigen Sekunden steht das Ergebnis mit detaillierten Informationen über die eingenommenen Suchtmittel fest. Eine nachträgliche Blutprobe erübrigt sich. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus: “Die Schnelltests der Polizei auf den Strassen geben keine Auskunft über die Drogenmenge, sondern fallen entweder negativ oder positiv aus. Manchmal sind sie sogar falsch. Von den Gerichten werden sie nicht anerkannt”, sagt Markus Sigrist, Wissenschafter für Quantenelektronik an der ETH.

 Gleich mal an der Security in der Nachtszene austesten. Die Meisten Nachtclubs in der Stadt Luzern sind mit Drogen versaut. Doch egal die Besitzer sind ja meist von anderen Staaten, wo die Weise Nase erlaubt ist.       

Schreiben erlaubt!


Also zeige uns und der Welt, Deine Kommunikations- Bereitschaft und trete mit uns in die Arena der Politik,
Geschichte und den vergessenen Welten.

Gütsch»: Erni setzt Lebedew eine Frist


Der «Montana»-Direktor will nach dem Restaurant nun auch das Hotel auf dem Gütsch führen. Bis Ende Februar verlangt Fritz Erni von der russischen Eigentümerschaft einen Entscheid.Quelle

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Seit September 2011 führt die «Montana»-Crew um Direktor Fritz Erni das Restaurant Château Gütsch- Fast täglich ist das Lokal ausgebucht. Jetzt will Erni einen Schritt weitergehen: «Wir wollen auch den Hotelbetrieb auf dem Gütsch führen.» Konkret schwebt ihm vor, den Hotelbetrieb mit rund 28 Zimmern im Herbst «nach einer sanften Renovation» wiederzueröffnen. Die Sache scheint jedoch nicht so einfach zu sein. Volker Blau, Verwaltungsratspräsident der Château Gütsch Immobilien AG, die den Eigentümer Alexander Lebedew vertritt, sagt: Man habe «in den intensiven Verhandlungen» mit dem «Montana» derzeit «nicht den gewünschten Status der Einigung» erreicht. Was das konkret bedeutet, verrät er nicht. Dafür sagt er: «Das ‹Montana› hat kein Exklusivrecht. Wir führen Gespräche auch mit anderen anderen interessierten Unternehmen.» Erni will nun aber Klarheit – und setzt der Eigenzümerschaft eine Frist: «Bis Ende Februar wollen wir Klarheit, ob die Zusammenarbeit zwischen der Château Gütsch Immobilien AG und der Hotel Montana AG abgeschlossen werden kann.» Sollte es zu keiner Einigung kommen, dürfte sich das «Montana» trotz des erfolgreichen Gastrobetriebs bald aus dem Schloss zurückziehen. Der Vertrag für den Restaurationsbetrieb läuft noch bis 31. Mai.