Jungfrau hat ein Schweizerkreuz.


Aus Anlass des 100. Geburtstags der Jungfraubahn hat der Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter ein riesiges Schweizerkreuz auf die Jungfrau projiziert. Es ist eine temporäre Installation auf 3454 Meter über Meer; in der ersten Januarwoche werden Hofstetter und sein Team unterhalb des Gipfels der Jungfrau in einem Zeltlager wohnen. Auf 3300 Meter über Meer haben sie ein Biwak eingerichtet und wohnen mitten auf dem Gletscher – bei Minustemperaturen von bis zu 30 Grad. Quelle

  An der Nordwand der Jungfrau werden das Schweizerkreuz, ein Porträtbild von Adolf Guyer-Zeller (1839-1899), dem Gründer der Jungfraubahn, und ein Bild eines Jungfraubahnzugs abgebildet werden. Sie gilt vielen als Königin der Bergbahnen: 2012 kann die Jungfraubahn ihren hundertsten Geburtstag feiern. Was einst mit ein paar kühnen Federstrichen eines Zürcher Industriellen begann, wurde zu einem Pionierwerk, von dessen Strahlkraft auch heutige Generationen noch profitieren. Mitte des 19. Jahrhunderts erfasste das Bergbahnfieber die Schweiz. Klar, dass die ausladende, vergletscherte Jungfrau im Berner Oberland bald die Phantasie der Bergbahnenthusiasten beflügelte. Abenteuerliche Projekte entstanden, um wenig später wieder begraben zu werden. Der Durchbruch gelang schliesslich dem Zürcher Industriellen Adolf Guyer-Zeller 1893. Anders als seine Vorgänger wollte Guyer- Zeller die Jungfrau nicht vom Talboden, sondern von der höher gelegenen Kleinen Scheidegg aus erschliessen. 1896 erfolgte der Spatenstich. Von da an pickelte, schaufelte und sprengte sich ein Heer vorwiegend italienischer Gastarbeiter durch die Bergflanken hoch. Unter schwersten Bedingungen schufteten die Männer im Berginnern. Gehaust wurde in kargen Arbeiterbaracken am Eigergletscher auf über 2000 Metern über Meer – auch im Winter. 1898 wurde die erste Etappe bis zum Eigergletscher eröffnet. 1903 folgte die Station Eigerwand, 1905 die Station Eismeer und im Februar 1912 wurden schliesslich mit viel Dynamit die letzen Felsen auf dem 3454 Meter hohen Jungfraujoch durchschlagen. Vor dem letzten Teilstück hoch zum Jungfraugipfel mussten die Bahnbauer allerdings kapitulieren. In der Krisenzeit vor dem ersten Weltkrieg fehlte das Geld. Ausserdem gab es praktische Gründe, die Endstation nicht auf dem Gipfel, sondern auf dem wesentlich mehr Platz bietenden Jungfraujoch zu bauen. Seither entstanden auf dem Jungfraujoch diverse Gebäude, so 1924 ein Gästehaus und 1937 eine alpine Forschungsstation. 1972 wurde das Berghaus mit seinem Jugendstilsaal ein Raub der Flammen und 1987 durch ein neues ersetzt. Dort und auf der gedeckten Aussichtsterrasse der Forschungsstation Sphinx lässt sich bei angenehmer Zimmertemperatur die hochalpine Gletscherwelt bestaunen. Eine internationale Touristenschar tummelt sich jahrein, jahraus auf dem «Joch». Die Lautsprecheransagen der Bahn ertönen mittlerweile in sieben Sprachen.

 Ja bei so einem Anblick  möchtet ihr alle  Eidgenossen sein. 

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