Messerattacke gegen Polizei


Das Obergericht hat eine Freiheitsstrafe des Bezirksgerichts Uster gegen einen Tamilen von 22 Monaten massiv auf drei Jahre und neun Monate erhöht. Der Mann hatte einen Polizeibeamten mit einem Fleischermesser attackiert und konnte nur noch durch einen Pistolenschuss gestoppt werden.Quelle

Es war am 8. Januar 2010, als am späten Abend eine aufgebrachte Frau aus Uster die Stadtpolizei Uster alarmierte. Sie beschwerte sich über einen Nachbarn, der nicht nur laute Musik hörte, sondern auch herumschrie. Zudem bedrohte der Tamile die betroffene Anwohnerin. Kurz darauf rückten gleich vier Polizeibeamte zur Liegenschaft an der Feldhofstrasse aus. Der heute 39-jährige IV-Rentner war betrunken und rastete beim Eintreffen der Polizeibeamten völlig aus. Er griff in der Küche zu einem Fleischermesserund stürmte in das Treppenhaus, wo er sogleich einen der Polizisten mit dem erhobenen Messer attackierte. Ein zweiter Polizist griff zu seiner Pistole und schoss dem Angreifer in den Brustkorb. Der Beschuldigte brach zusammen und wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital eingeliefert. Dank einer Notoperation überlebte er. Im letzten Juni kam es vor dem Bezirksgericht Uster zu einem ersten Prozess. Damals wurde der an Epilepsie erkrankte Alkoholiker wegen versuchter schwerer Körperverletzung zu einer verhältnismässig milden Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt. Zudem wurde die Strafe zugunsten einer stationären Suchtbehandlung aufgeschoben. Das Gericht stützte sich in seinem entscheid auf ein psychiatrisches Gutachten ab. Diese hatte dem geständigen Täter eine schwere Verminderung der Schuldfähigkeit für die Tatzeit zugebilligt. Staatsanwalt Ulrich Weder war mit dem Entscheid von Uster nicht zufrieden und legte wegen der seines Erachtens zu milden Strafe Berufung ein. Er forderte aufgrund eines sehr schweren Verschuldens eine deutliche Straferhöhung auf neu drei Jahre und neun Monate Freiheitsentzug. Es liege ein Grenzfall zu einem Tötungsversuch vor, stellte Weder klar. Im Gegensatz zum Verteidiger, der eine Bestätigung des erstinstanzlichen Verdikt verlangte. Zum Schluss obsiegte die Anklage. Das Obergericht setzte drei Jahre und neun Monate als Sanktion fest. Auch im Hinblick auf die stationäre Massnahme. Sollten diese scheitern, wartet auf den Mann ein längerer Freiheitsentzug. Mit dieser Sanktion haben die Oberrichter die Strafe mehr als verdoppelt.

Auch Tamilen könne Gewalttätig werden, das ruhige Volk ist in der Schweiz eher im Hintergrund, wenn es um die unbeliebten Fremden geht.

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