Rechtsextreme Pnos pflegt Kontakte zum «Thüringer Heimatschutz»


Schweizer Rechtsextreme pflegen beste Kontakte zur Thüringer Szene, von wo aus die deutschen Killer-Nazis ihr Terror-Netzwerk aufbauten.Quelle

Die Geschichte des Killer-Nazi-Trios aus dem deutschen Zwickau erschüttert Europa. Jahrelang agierten die Mitglieder des «Thüringer Heimatschutzes» in einer Terrorgruppe im Untergrund, töteten neun Ausländer, begingen Banküberfälle. Wie SonntagsBlick herausfand, führt die braune Spur auch in die Schweiz. Mitglieder der rechtsextremen Partei Pnos standen in regem Kontakt mit Anführern des «Heimatschutzes». Ein Foto beweist, wie eng der Kontakt war. Zu sehen ist der Spiezer Mario F.* (28), ehemaliger Pressesprecher der Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) und Vorsitzender der Pnos Berner Oberland. Fotografieren liess er sich mit Thomas Gerlach und Peter Klose. Die beiden Deutschen sind bekannte Nazi-Grössen. Gerlach ist eine führende Figur beim «Thüringer Heimatschutz». Er soll Solidaritätskonzerte für das lange untergetauchte Killer-Trio organisiert haben. Klose war Landtagsabgeordneter der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und ist Zwickauer Stadtrat. Er geriet ins Visier der Ermittler – auch weil er sich auf Facebook bis vor kurzem «Paul Panther» nannte. Auch das Killer-Trio hat die rosarote Zeichentrick-Figur für sein Bekennervideo verwendet. Das Bild der drei Neonazis entstand 2008 am «Zweiten Nationalen Gesprächskreis». Thomas Gerlach lud den Schweizer Mario F. nach Zwickau (D) ein, nachdem dieser 2006 am Parteitag der Pnos in Wauwil LU zu Gast gewesen war. Mario F. trat als Redner auf. «Er gewährte uns einen weiterführenden Einblick ins Schweizerische», heisst es in einem einschlägigen Forum über den Auftritt des Berner Oberländers. Als Erinnerung übergab Mario F. dem NPD-Mann Klose eine Pnos-Fahne. Mario F. gehörte zu den militantesten Rechtsextremisten der Schweiz. Noch im Jahr 2008 sagte er: «Unser Kampf ist nicht etwa eine Spielwiese für ‹Möchtegerns› und ‹Konsumenten›, sondern bitterer Ernst, der bis ans bittere Ende geführt werden muss.» Seine Nazi- Freundschaft zu Thomas Gerlach besteht bis heute. Dazu Stellung nehmen will er gegenüber SonntagsBlick nicht. Mario F. ist nicht das einzige Pnos-Mitglied, das Beziehungen zum Thüringer Heimatschutz pflegt. Auch der Aargauer Pascal Trost (30), der 2003 für den Nationalrat kandidierte, tummelt sich im Dunstkreis der Killer-Nazis.Trost trat 2009 am «Fest der Völker», einem jährlichen Treff für militante Neonazis, in Thüringen auf – als Redner. Er bezeichnete sich als «Vertreter des schweizerischen Widerstands». Trost beschwerte sich über den «in der westlichen Welt vorherrschenden Liberalismus». Die Organisatoren des Festes der Völker in Pössneck (D) sind André Kapke und Ralf Wohlleben (beide 36). Sie sind Mitbegründer des Thüringer Heimatschutzes, haben seit den 90er-Jahren Kontakt zum Killer-Trio. Auch sie stehen unter Verdacht, die drei Nazis bei ihren Verbrechen unterstützt zu haben. Pascal Trost bestätigt auf Anfrage seine Teilnahme am Fest der Völker, behauptet aber, André Kapke und Ralf Wohlleben nie getroffen zu haben. «Ich kann mich nicht mehr erinnern, wer mich als Redner eingeladen hat», sagt Trost. Dass die beiden Komplizen des Killer-Trios sein sollen, überrasche ihn aber. «Dass sie alle unter einer Decke stecken, hätte ich nicht für möglich gehalten», sagt er. An seiner Rede halte er trotzdem fest. Allerdings wurde das Youtube-Video seines Auftritts kurz nach dem Anruf von SonntagsBlick gelöscht.

«Verbindungen ein schlechtes Licht auf die Pnos»

«Diese Verbindungen sind ärgerlich und werfen ein schlechtes Licht auf die Pnos», sagt Pnos-Sprecher Dominic Lüthard. «Diese Morde sind zu verurteilen, wir distanzieren uns klar davon.» Trotzdem: Auch die Pnos selber scheint mit der Terrorzelle in Thüringen vernetzt zu sein. Dieses Jahr lud die Partei Axel Reitz als Redner an ihren Parteitag ein. Reitz, der «auf dieser Erde allein an Adolf Hitler» glaubt, ist ebenfalls gut bekannt mit der Thüringer Rechtsextremen-Szene.

Nur deshalb weil ein Mitglied der PNOS beim Thüringer Heimatschutz ein und aus geht, heisst das noch lange nicht, dass die PNOS dazugehört. Wieder einmal Verdrehung der Tatsachen. Doch ein gefundenes Fressen für die Presse, die alle mit der Nazi Keule Schlagzeilen machen wollen. Somit wird auch  neuen Zulauf in die Rechte Szene gefördert und unterstützt. Das Bild zeigt unsere Braune käule. Der Streitkolben.  

Advertisements

6 thoughts on “Rechtsextreme Pnos pflegt Kontakte zum «Thüringer Heimatschutz»

      1. Ist nicht verboten. Auch wenn ich heute Adolf Hitler treffen würde, ist das keine strafbare Handlung.

      2. Wenn sie weiter so gegen die Rechten hetzen, wird bald die freie Meinung verboten sein. Der Staat würde am liebsten auch die Gedanken kontrollieren können

      3. Leider ist die Frei öffentliche Meinung bereits beschnitten. Viel kann nicht ausgesprochen werden, ausser in erzählungs- form.

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und Rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s