Hooligans: Die harte Hand kommt


Genug gequatscht: Die Justiz- und Polizei-direktoren haben sich auf ein hartes Anti-Hooligan-Gesetz geeinigt. Dass es durchkommt, ist so gut wie sicher.Quelle

Schon wieder diese Fussball-Chaoten! Der Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger (CVP) hat nach den jüngsten Ausschreitungen genug: «Die Behörden nehmen jetzt das Heft in die Hand, die Clubs werden in die Pflicht genommen», sagt er. Mit weiteren Vorstandsmitgliedern der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) hat er dazu ein ganzes Paket von Vorschlägen ausgearbeitet.

Zentraler Punkt ist die Bewilligungspflicht für Fussball- und Eishockeyspiele. Die kantonalen Behörden bekommen dadurch ein machtvolles Instrument in die Hand. Bei Spielen der obersten Spielklassen analysieren sie die Risiken – und können je nach Bedarf «Auflagen verfügen, welche die Clubs dann umsetzen müssen», wie Villiger erklärt. Verstösst ein Club gegen die Auflagen, pfeift der Kanton das Spiel einfach ab, bevor es überhaupt angefangen hat. Die Kantone dürfen Baumassnahmen im Stadion anordnen, Leibesvisitationen der Fans oder Alkoholverbote. Dass die geplante Verschärfung kommt, ist so gut wie sicher: «Ich bin überzeugt, dass alle Mitglieder der KKJPD die Abänderung des Konkordats unterstützen», sagt die Luzerner Regierungsrätin Yvonne Schärli (SP) zu SonntagsBlick. Genauso zuversichtlich zeigt sich KKJPD-Präsidentin Karin Keller-Sutter (FDP): «Der Vorstand hat die Konkordatsänderungen einstimmig beschlossen. Ich gehe davon aus, dass die Konferenz die Vorschläge gutheissen wird.»

Auch weitere Konferenzmitglieder zeigen sich auf Anfrage entschlossen, die schärferen Bestimmungen umzusetzen. Die Clubs oder der Schweizer Fussballverband haben dabei nichts zu sagen – die Gespräche am runden Tisch sind gescheitert. «Dieser gemeinsame Dialog hat sich irgendwann ausgeschöpft. Nun haben die Politiker selber Massnahmen aufgestellt», resümiert der Thurgauer Justizdirektor Claudius Graf-Schelling (SP), der ebenfalls im Vorstand der KKJPD vertreten ist. Doch es scheint so, als wollten die Clubs der KKJPD jetzt mit Schnellschüssen den Wind aus den Segeln nehmen. Jüngstes Beispiel ist die Forderung des Grasshopper Clubs Zürich, Spiele bei Pyroeinsätzen abzubrechen. Die Justizdirektoren lassen sich davon nicht beirren: «Die Konkordatsänderung geht in die Vernehmlassung. Die Massnahmen in Zürich ändern daran nichts», sagt Keller-Sutter. Die Justiz-und Sicherheitsdirektoren werden sich in den nächsten Wochen hinter die Verschärfung stellen. «Danach obliegt es den Kantonen, ob sie das Konkordat ratifizieren, was ich sehr hoffe», so der Zuger Sicherheitsdirektor Villiger. Zum Tragen kämen die Gesetze bereits in der nächsten Saison.  

Hat die Umsetzung nun wirklich beinahe zwei Jahre gebraucht? Die Behörden müssen aber in die Pflicht genommen werden und das gesagte im Endeffekt durchsetzen. Doch wer trotzdem erwischt wird eine Woche Knast.

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