Keine Reanimation, bitte!


Ein Stempel auf der Brust eines Patienten soll den Sanitätern mitteilen, dass er keine Reanimation wünscht. Obwohl bereits auf dem Schweizer Markt erhältlich, ist der Stempel umstritten.Quelle

Wer im Notfall keine Beatmung oder Reanimation möchte, kann seit Anfang September den «No CPR»-Stempel («Keine Cardiopulmonale Reanimation») bestellen. Die Vertreiberin des Stempels, die Firma No CPR im thurgauischen Güttingen, hat bereits rund hundert Stück verkauft. Weitere vierhundert Anfragen für Bestellkarten sind eingegangen. Die Kunden müssen einen Talon ausfüllen und unterschreiben, es werden keine telefonischen Bestellungen akzeptiert. «Wir wollen ein schriftliches Dokument vorliegen haben, um sicher zu gehen, dass es keine Spontanbestellungen sind», erklärt die Pflegefachfrau Angelina Horber gegenüber «Tagesanzeiger.ch» Zurzeit sind die selbstfärbenden Stempel lediglich online erhältlich, in naher Zukunft sollen sie jedoch auch in den Apotheken bezogen werden können. Zum Stempel müssen noch eine beiliegende Patientenverfügung und die No-CPR-Ausweiskarte ausgefüllt werden und im Portemonnaie für die Sanitäter bereit liegen. Nur mit diesen Papieren zusammen sei der Stempel gültig – und von Rettungssanitätern im Notfall akzeptierbar, betont Angelina Horber. Sie hätten sich bewusst für abwaschbare Farbe entschieden. Der Stempel muss nach jedem Duschgang frisch aufgetragen werden. So soll der Aufdruck einer aktuellen Entscheidung entsprechen im Gegensatz zu einem Einmalentscheid bei einer Tätowierung. Gemäss Horbers Angaben sei es im vergangenen Monat zu keinem Aufeinandertreffen von Sanitätern und Stempelträgern gekommen. Doch noch würden die Sanitäter trotz Stempel reanimieren, sagt Roland Portmann, Sprecher von Schutz und Rettung Zürich, der grössten zivilen Rettungsorganisation der Schweiz. «Rettungssanitäter sind im Zweifelsfall dazu verpflichtet, lebensrettende Massnahmen einzuleiten.» Einzige Ausnahme: Wenn der Patient sichere Todeszeichen wie Leichenflecken oder Todesstarre aufweise. An dieser Regel ändere auch eine Verfügung nichts, die der Patient allenfalls auf sich trage. Denn die Sanitäter müssten die Reanimation möglichst rasch einleiten: «Je schneller sie handeln, desto grösser die Überlebenschancen. Suchen sie im Portemonnaie nach einer Patientenverfügung, geht wertvolle Zeit verloren», erläutert Roland Portmann. Angelina Horber hingegen behauptet, andere Angaben von Sanitätern zu haben. Der Rechtsdienst klärt die Situation im Moment genauer ab.

Es soll jeder Person überlassen sein, wie er aus dem Leben scheiden will. Alles ist besser, ausser sich vor einen Zug werfen, Ok als letzte Option?      

Suezid Quelle

 

Advertisements

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und Rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s