Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz nimmt zu


2010 wurden 178 Menschen Opfer rassistischer Übergriffe – 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Viele der Opfer besitzen einen Schweizer Pass. Dies zeigt der neue Bericht der von der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) und humanrights.ch.Quelle

Auffällig ist: Bei Polizeikontrollen und in der Arbeitswelt häufen sich die Vorfälle. Diskriminierende Vorfälle, in denen die Polizei involviert war, nehmen zu. 2010 waren es 26 Vorfälle, 2009 wurden 16 Fälle gemeldet, wie die Zeitung

Betroffen ist auch Grenz- und Bahnpolizei. «Wir haben wiederholt Meldungen in Zusammenhang mit Personenkontrollen, bei denen die Polizei unverhältnismässig und in einer diskriminierenden Art und Weise handelt», sagt Annette Lüthi von der Beratungsstelle gggfon. Sie habe Verständnis für die schwierige Arbeit der Polizei, dennoch müssten sie die Menschen fair und ohne Vorurteile behandeln, so Lüthi. Beim Verband der Schweizer Polizeibeamten (VSPB) kontert man die Vorwürfe: «Es ist eine Tatsache, dass der Kokainhandel in hohem Masse in den Händen von Schwarzen ist», sagt Generalsekretär Max Hofmann. Zudem nehme auch die Gewaltbereitschaft gegenüber den Beamten zu, so Hofmann.

Aber: «Wir sind uns bewusst, dass wir Leute in unseren Reihen haben, die Fehler machen.» Rassistische Übergriffe, die belegt werden könnten, würden hart sanktioniert, so Hofmann. Insgesamt wurden im aktuellen Bericht 178 Diskriminierungsfälle von sieben Beratungsstellen in der Schweiz ausgewertet – das sind 16 Fälle mehr als im Vorjahr. «Wir gehen aber davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist», sagt Laura Zingale von humanrights.ch.

Die wichtigsten Ergebnisse sind: Verbale Beleidigungen im Zwischenmenschlichen haben zugenommen. Aber auch körperliche Angriffe, Einlassverweigerung in Ausgehlokale und Drohungen kamen häufig vor. Zudem sind Benachteiligungen im Wohnungs- und Arbeitsmarkt in vielen Beratungsstellen ein häufiges Thema. Als Beispiel: Eine deutsche Bewerberin erhält auf eine Bewerbung in der Schweiz eine Absage. Darin steht, dass sie sich überschätze, was ihr als Deutsche wohl im Blut läge, sie solle Bescheidenheit lernen. Häufigster Grund für die Übergriffe ist Ausländerfeindlichkeit. Am meisten betroffen sind dabei Dunkelhäutige. Aber auch Diskriminierungen gegenüber Muslimen und Menschen aus der Balkanregion waren häufiger. Georg Kreis, Präsident der EKR erstaunt diese Entwicklung nicht. «Die Zunahme dieser Fälle ist ein Warnsignal an alle», sagt Kreis. Er kritisiert die ausgrenzende und fremdenfeindliche Stimmung, die von einem Teil der Politiker erzeugt wird. «Dies senkt auch bei Privatpersonen die Hemmschwelle, selbst gegenüber ganzen Gruppen herabsetzend zu handeln», sagt Kreis. Er sieht Handlungsbedarf: Gerade bei Polizeiübergriffen sei es wichtig, dass es in allen Kantonen eine neutrale Beschwerdestelle gäbe. Denn: «Die Beweislage ist oft schwierig, und es besteht die verständliche Tendenz, einiges unter den Tisch zu wischen», sagt Kreis. Er fordert zudem mehr staatliche Finanzierung, damit die Menschen in jeder Region niederschwelligen Zugang zu einer Fachstelle haben

 Es liege doch auf der Hand, dass immer mehr unserer Bevölkerung die Problematik ansprechen, worüber wir berichten. Genug ist genug. Was muss noch alles passieren, das auch die linken Politiker reagieren. Nicht nur ein Wahlversprechen, sondern sich für den erhalte der Schweiz einsetzten. So wie wir es verlangen.

 Unsere Werte:  Quelle

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6 thoughts on “Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz nimmt zu

  1. 178 Menschen wurden also Opfer von solchen Übergriffen. Klar, jeder einzelne einer zuviel. Aber auf bald 2 Millionen Migranten schlicht Peanuts. Dazu kommt dass gerade jene sich beschweren die Kriminell waren und deshald in Kontrollen der Polizei geraten. Und die Studien der EKR sind ohnehin nicht die erste Adresse wenn es um Objektivität geht. Auch würde sich fragen welcher Nationalität die angeblichen Opfer/Beschwerder sind. Gehe mal davon aus dass darunter kein einziger arbeitender und tüchtiger Japaner, Filipino, Thai oder Amerikaner zu finden ist.

    1. @zombie1969
      Das es überhaupt eine Meldestelle gibt. In anderen Ländern gibt es das sicher auch. Die haben mehr rechte als wir

  2. SK sagt: „Eine deutsche Bewerberin erhält auf eine Bewerbung in der Schweiz eine Absage. Darin steht, dass sie sich überschätze, was ihr als Deutsche wohl im Blut läge, sie solle Bescheidenheit lernen.“

    UNGEHEUERLICH!!!! „was Ihr als Deutsche wohl im Blut läge“!!!!

    Überhebliche Menschen gibt es in ALLEN Kulturen, auch unter den gebürtigen Schweizern!

    Das aber die Angriffe gegen Deutsche heutzutage in der Schweiz passieren und nicht unter Besatzungszeiten, ist ein Skandal!!!

    Siehe dazu nachstehndes Video:

    Ich war so über diese Verhältnisse geschockt, dass ich mir ernsthaft überlege, ob man mit SVP-Leuten überhaupt wertfrei diskutieren kann?

    Im Jahre 2011 hatte ich gedacht, dass der Hass auf Deutsche und besonders auf Nazi-Deutsche eigentlich der Vergangenheit angehört, scheinbar nicht.

    Die Schweiz sollte sich freuen, dass offensichtlich junge Deutsche die Schweiz interessanter finden, als ihr eigenes Land.

    Und dann so was???

    Dieser SK-Blog trieft nur so von AH-Bewunderung, dennoch sind angeblich (siehe Video) SVPler nicht bereit Deutsche in der Schweiz zu akzeptieren.

    Haben die Schweizer Angst, dass deutsches Know-How sie arbeitslos macht?

    Was bitte kann eine 20jährige Moderatorin, was nicht gleichaltrige Schweizerinnen können?

    Hat die Schweiz wirklich Angst davor, von Deutschen überrannt zu werden?

    Lächerlich!!! Wir sind doch keine Moslems!

    Zugegeben, die jungen Deutschen benutzen eine Ausdrucksweise, die oftmals befremdlich, ja sogar verletzend sein kann – aber machen das nicht alle jungen Leute – auch Schweizer/innen?

    Der Riss sitzt tief!
    Ich glaube, dass war hier mein letzter Kommentar.

  3. Das magst Du persönlich so sehen, die Videos sprechen für sich!
    Und im übrigen habe ich nicht Dich persönlich angegriffen, sondern nur die Haltung einiger SVP-Funktionäre wiedergespiegelt.

    Es ist nicht zu fassen, sollen wir Deutschen uns nun auch noch dafür schämen, dass wir kein „Schwizerdütsch“ sprechen???

    Wieviel Schweizgeborene gibt es denn – wir sind >80Mil. Deutschgeborene!

    Leider ist mein 3seitiger Kommentar von eben verloren gegangen, da hier nur schnell noch mal eine Kurzantwort, da ich mobil im Garten sitze.

    Rest kommt später.

    1. In der Schweiz leben 7,2 Mill. Ca.1, 2 sind Ausländer. Die frage der geborenen kann ich nicht sagen. Leider sind nur noch 40 % echte Eidgenossen, mit Stammbaum. Der Rest ist mit Migration Hintergrund. Die meisten Schweizer sprechen mit den Deutschen ihre Sprache, da scheinbar mudart nicht verstanden wird. Doch so unwillkommen können die Deutschen nicht sein, sind sie doch der 3 Grösste Ausländer Anteil. Die abseits Möglichkeiten sind für euch also optimal. Zumal der verdienst und die Sozialleistungen hier super sind. Es gibt immer Einzelfälle und ausnahmen.

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und Rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

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