Facebook wird zum Verhängnis


Eine Schülerin aus Freienbach verlor ihre Lehrstelle im Gemeindehaus. In den Augen der künftigen Lehrmeister disqualifizierte sie sich mit einem Facebook-Eintrag.Quelle


Das Bild einer Holzkiste, garniert mit dem Satz «Frau H. passt mit ihrem Arsch sicher nicht in diese Kiste» wurde einer jungen Realschülerin zum Verhängnis, die im Sommer auf der Gemeindeverwaltung Freienbach ihre Lehre hätte antreten sollen. Denn Frau H. ist ihre Lehrerin. Und Bild und Kommentar standen auf dem Internetportal Facebook, veröffentlicht von eben dieser Schülerin.Für die Schülerin wurde es ungemütlich, als der Beitrag und die Beleidigung der Lehrerschaft und Schulleitung unter die Augen kam. Die Gemeinde suchte das Gespräch mit der Schule; danach lud sie die junge Freienbächlerin vor und kündigte ihr den Lehrvertrag. So beschreibt der «Tages-Anzeiger» die Geschichte, die er am Donnerstag publik machte. Das Mädchen beschwor darin, sie habe nur einen Scherz machen wollen. Die 750 Facebook-Freunde, die der künftige Lehrmeister der jungen Userin ebenfalls ankreidete, habe sie inzwischen reduziert. Auf der Gemeindeverwaltung steht man zum Entscheid. Im Gemeindehaus hätten Lehrlinge Zugang zu sensiblen Daten. Das Vertrauensverhältnis zur Fast-Lehrtochter sei nun aber gestört. Dies, nachdem im Gespräch mit der Schulleiterin und der betroffenen Lehrerin noch mehr Fälle ans Tageslicht gekommen seien. Die Familie der jungen Frau war stolz darauf, dass sie die Lehrstelle bekommen hatte. Entsprechend enttäuscht über das Verhalten von Schule und Gemeinde ist ihr Umfeld nun. Besonders stört man sich an dem Umstand, dass Eltern und Tochter zu den Vorwürfen keine Stellung beziehen konnten.

Solche Daten im Web zu verbreiten ist natürlich Schwachsinn. Zudem noch mit Persönlichen angaben. Natürlich Personen mit Namen zu beleidigen, hat nichts mit Redefreiheit  zu tun. Da ist mit Konsequenzen zu rechen.  

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6 thoughts on “Facebook wird zum Verhängnis

  1. was soll das- natürlich wieder die gemeinde, lehrer/innen- und solche die den ganzen tag den MUND voll nehmen! sind doch alle menschen mit fehler, wie die angehende lehrtochter, ich schäme mich für diese HALTUNG von der GEMEINDE>gegenüber der lehrtochter…..
    heute ist das keine absichtliche beleidigungen mehr , heute mit der neusten technologie- und vorallem das facebooke, kann mann sich einmal mit einer faszination überhebliche- und unüberlegten diskussionen überrumpeln lassen…!
    hilft dieser angehender lehrtochter, redet mit ihr…verbaut ihr ihren weg nicht…!
    eine grosse bitte an die gemeinde…nicht verstossen, REDEN….!

    1. @Vera Bolli-Schoch
      Sie hätte es allgemein aussprechen können. (Ich kenne jedoch den Bericht nicht) die Lehrer beim Namen nehmen,das war unüberlegt. Ein Heutiger Jugendlicher weiss was er macht und muss somit die Konsequenzen tragen.

  2. Eigentlich hat der Beitrag gar nicht mal viel mit Facebook zu tun. Hier hat nur wieder einmal jemand verkannt, dass man auch im Internet nicht tun und lassen kann was man will. Die Tatsache, dass sie es auf Facebook geäußert hat, stellt lediglich die Rahmenbedingungen dar. Der Kern ist der, dass oft und gerne das Netz als eine Art pseudo-rechtsfreier Raum gesehen wird, in dem schon nichts Schlimmes passieren wird. Dabei greifen im Internet eigentlich ziemlich genau dieselben Regeln wie in der Offline-Welt und auch die sind nicht wirklich neu oder müssten explizit gelernt werden.
    Ergo: Eher schlechte Erziehung oder Mangel an vernünftigem Denken als Facebooks Schuld (und das sage ich als jemand, der Facebook auch kritisch betrachtet).

    1. @germanistic
      Die Meinung kund zu tun, ist ein (sollte ein) Persönlichkeits- recht darstellen. Personen mit dem Namen zu nennen ist natürlich ein Schwachsinn. Alles andere muss( ist aber nicht) erlaubt sein. Leider sind einem in gewissen Dingen die Hände gebunden. Oder es muss so umschrieben werden, dass es nicht alle auf Anhieb verstehen. Auch eine Herausforderung.

  3. Freiheit der Meinungsäußerung ist ja schön und gut, aber Beleidigungen bleiben nun mal auch im Internet verboten, auch wenn sich die „liberale Front der Internetenthusiasten“ immer wieder dafür ausspricht, dass doch im Netz Alles möglich sein oder werden soll. Allein die Nennung des Wortes „Arsch“ stellt je nach Kontext schon ein Vergehen dar und kann damit per Definition gar nicht mehr unter das Persönlichkeitsrecht fallen.
    Deshalb besteht der feine Grad für mich hier nicht zwischen „Namentlicher Nennung – Ja oder Nein“, sondern in Fehlannahmen, die voraussetzen, dass die Internationalität und der Öffentlichkeitsgrad des Internets zum automatisierten Freispruch durch Massenzuspruch führt. Ich sehe es nicht als Umstand, dass einem Nutzer „die Hände gebunden sind“, da das voraussetzen würde, dass das System eine legale Aktion nicht legitimiert. Die Aktion selbst ist allerdings illegal und das systemübergreifend. Ein kleiner Perspektivenwechsel weg vom bemitleidendswerten Opfer und hin zur Neutralität kann hier helfen und pflichtet, glaube ich, auch dem bei, was Du richtig als „Schwachsinn“ klassifiziert hast.

    1. @germanistic
      Es ist immer eine frage des Standpunktes. Was freie Meinungsäusserung darstellt. Oder noch erlaubt sein soll, oder ist.
      Ein Beispiel. Nennst man jemanden einen Schei…. Jugoslawen ist man ein Rassist. Nennt man jemanden einen Schei… Amerikaner, ist das nicht dass selbe. Natürlich gibt es noch ältliche solcher Kombinationen.

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